Anfrage des Stadtrates Denis Häder (MitBÜRGER für Halle) zu zwei Schulhöfen

Aus der Antwort der Stadtverwaltung zu der Anfrage zu bestehenden Angeboten der aktiven Pausen- und Freizeitgestaltung auf Schulhöfen (V/2013/12007) geht hervor, dass eine sehr differenzierte Situation zur Qualität der Schulhöfe besteht. Speziell die Pausenhöfe der Grundschule August Herrmann Francke und der Grundschule Wittekind stechen jedoch hervor, indem sie grundsätzlich zu klein sind.  Aufgrund des Platzmangels erfolge weder ein Ausbau noch eine Gestaltung des Schulhofes bzw. von Bewegungsangeboten. Im Fall der  Grundschule August Herrmann Francke resultieren auch Verletzungen der Kinder daraus, die Häufigkeit von Verletzungen sei aufgrund der bestehenden Bewegungsarmut erhöht.

Aus diesem Grund frage ich:

  1. Sieht die Verwaltung Möglichkeiten, der Grundschule „August Hermann Francke“ und der Grundschule Wittekind eine größere Fläche für die Pausengestaltung zur Verfügung zu stellen? Inwieweit können angrenzende Flächen für eine gemeinsame Nutzung geöffnet oder erschlossen werden?
  2. Wie will die Stadtverwaltung auf das Defizit reagieren?

gez. Denis Häder
Stadtrat MitBÜRGER für Halle

 

Antwort der Verwaltung:

Diese Fragestellung soll nach den Ferien mit den Schulleitungen beraten werden.

Da die derzeitigen Schulgrundstücke nur eine begrenzte Freifläche aufweisen und keine kurzfristige Lösung möglich erscheint, wird eine abschließende Antwort in der Sitzung des Stadtrates am 26.3.2014 vorgelegt.

Tobias Kogge
Beigeordneter

Antwort der Verwaltung:

Zu 1. – Sieht die Verwaltung Möglichkeiten, der Grundschule „August Hermann Francke“ und der Grundschule Wittekind eine größere Fläche für die Pausengestaltung zur Verfügung zu stellen? Inwieweit können angrenzende Flächen für eine gemeinsame Nutzung geöffnet oder erschlossen werden?

Die Herausforderung an diesen Standorten sind neben den geringen Größen der Schulhöfe schlecht gestaltete Pausenflächen und eine enge angrenzende Bebauung und eine oft unebene, hügelige Außenfläche, die Gestaltung und Nutzung erschwert. An beiden Schulen besteht keine Möglichkeit eigene städtische Flächen zusätzlich zur Verfügung zu stellen.

Am Standort der Grundschule Wittekind sind Gespräche mit dem Schulleiter des Giebichensteingymnasiums in Vorbereitung, den Schulhof des angrenzenden Thoma-Münzer-Gymnasiums gemeinsam bzw. in verändertem Zuschnitt zu nutzen. Mit der PPP – Projektgesellschaft werden in den nächsten Wochen zudem Gestaltungsvorschläge diskutiert, wie die vorhandene Fläche aufgewertet werden kann für eine aktivere Pausennutzung durch die SchülerInnen. Voraussetzung wird sein, die hierfür notwendige Finanzierung, die derzeit noch nicht beziffert werden, kann in den Haushalt aufzunehmen.

Auf dem Gebiet  der Frankeschen Stiftungen liegt  die Grundschule „August Hermann Francke“. Hier werden Gespräche mit den Stiftungen stattfinden, ob kleinere Flächen zur Latina oder im Umfeld anders genutzt und für die Grundschule zugänglich gemacht werden können. Funktionieren kann dies nur bei unmittelbar angrenzenden Flächen, da die Zugänglichkeit in den Pausen und die Pausenaufsicht durch die Lehrer abgesichert sein muss.

Zu 2. – Wie will die Stadtverwaltung auf das Defizit reagieren?

Sicher wäre es schön, wenn die Schulhöfe größer oder hübscher gestaltet wären. Aus Gründen nicht verfügbarer Haushaltsmittel bis 2018 für die Außenflächengestaltung der Schulhöfe und angesichts der Notwendigkeit vorhandene Mittel vorrangig für Brandschutzgrundsicherung  oder Schulbaumaßnahmen (Ko-Finanzierung STARK III) bzw. in Ausstattungsdefizite oder die IT Ausstattung zu lenken, kann für Gestaltung von Schulhöfen derzeit keine prioritäre Planung von Haushaltsmitteln vorgenommen werden.

Tobias Kogge
Beigeordneter


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