Anfrage der Stadträtin Regina Schöps (NEUES FORUM) zu Voraussetzungen des zu erarbeitenden kommunalen Strategiekonzeptes zur Sucht- und Drogenpolitik der Stadt Halle (Saale)

Mit Einführung des Konzeptes der Sozialraumorientierung zu Hilfsangeboten in der Stadt Halle (Saale) und der fast zeitgleichen altersbedingten Verabschiedung der Drogenbeauftragten der Stadt Halle wird auf eine/n spezifische/n Ansprechpartner/in in der Stadtverwaltung zur Sucht- und Drogenproblematik verzichtet. Die damit einhergehende Problematik einer unzureichenden Netzwerkarbeit sowie das Fehlen eines der Zeit und dem Handlungsbedarfen angepassten ambulanten Suchthilfekonzepts der Stadt Halle (Saale) ist weithin bekannt.

Eine bereits eingeleitete Maßnahme ist das Vorhaben, eine vom Land mitfinanzierte Präventionsfachkraft bei den Freien Trägern einzustellen.

Im Hinblick auf die bereits 2011, 2013 und 2015 nochmals beschlossene Erarbeitung eines kommunalen Strategiekonzeptes zur Sucht- und Drogenpolitik frage ich:

1. Welche Vor – und Nachteile sind seit Verzicht auf eine spezielle und kompetente Psychiatrie- und Suchtkoordinatorin (Drogenbeauftragte) für die Stadtverwaltung und dem Leistungsangebot der Stadt Halle (Saale) entstanden?

2. Wer erarbeitet aktuell das kommunale Strategiekonzept zur Sucht- und Drogenpolitik, abgesehen von der Berücksichtigung des Sachverstandes der Träger der Suchtberatungsstellen?

3. Wer wird der künftigen Präventionsfachkraft der Freien Träger als Ansprechpartner in der Stadtverwaltung zur Verfügung stehen?

4. Welches Anforderungsprofil besteht für die künftige Präventionsfachkraft? Mit welchem Verfahren wird die/der künftige Stelleninhaber/in ausgewählt?

5. Wie und von wem soll die künftige Netzwerkarbeit im Bereich der Suchthilfe, Jugendhilfe, Gesundheit und Rehabilitation zur Entwicklung von abgestimmten Maßnahmen organisiert werden?

6. Welche Rolle spielt das Wiedereinführen einer Psychiatrie- und Suchtkoordinatorin (Drogenbeauftragte der Stadt) bei der Entwicklung eines Strategiekonzeptes?

7. Welche sozialraumorientierten oder stadtteilbezogenen Präventionsaufgaben im Bereich der Sucht- und Drogenproblematik werden derzeit angeboten?

8. Welche konkreten Präventionsmaßnahmen oder -projekte werden aktuell im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe angeboten?

9. In der bis spätestens Oktober 2015 zu beschließenden integrierten Sozial- und Jugendhilfeplanung nach FamBeFöG LSA werden u.a. Eckpunkte der künftigen Maßnahmen der Suchtberatungsstellen definiert. Wie geht die Stadtverwaltung vor, um eine konstruktive Abstimmung zwischen der integrierten Sozialplanung und dem kommunalen Strategiekonzept zur Sucht- und Drogenpolitik sicherzustellen, sodass es kein Vorgriff wird? Inwieweit werden die Freien Träger der Suchtberatungsstellen beteiligt?

gez. Regina Schöps
Stadträtin NEUES FORUM

 


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