Anregung der Fraktion MitBÜRGER für Halle – NEUES FORUM zur Integration durch Sport

Die Stadt Halle (Saale) ist weltoffen und heißt alle Menschen gleichermaßen willkommen – darunter zurzeit mehr als 5.000 geflüchtete Menschen. Das Dienstleistungszentrum Migration und Integration sowie ehrenamtliches Engagement von Vereinen, Initiativen und Privatpersonen tragen zur gelingenden Integration bei.

Warum nicht auch bestehende Angebote nutzen und erweitern, um noch stärker zum Gelingen beizutragen?

Sport verbindet Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen und ethnischen Hintergründen. Das gemeinsame Sporttreiben besitzt eine soziale Bindungskraft, die als Erfolgsfaktor für gelingende Integration genutzt werden sollte. Darüber hinaus hilft Sport Spannungen abzubauen und wirkt sich so auf das soziale Miteinander in den Unterkünften aus. Viele Sportvereine engagieren sich bereits für die Integration.

Deshalb regt die Fraktion MitBÜRGER für Halle – NEUES FORUM an, dass die Stadtverwaltung zusammen mit dem Stadtsportbund eine Übersicht über Sportangebote erarbeitet, die zum Ziel hat, Geflüchteten ein breites Spektrum an sportlichen Aktivitäten zu eröffnen, um den interkulturellen Austausch und die Integration zu unterstützen. Der Stadtsportbund verfügt unserer Meinung nach über das nötige Netzwerk, eine Übersicht über integrationsfördernde Angebote im Sportbereich zu erstellen. Aufgrund seiner sozialen Verpflichtung ist er prädestiniert dafür, sich gemeinsam mit der Stadtverwaltung dafür einzusetzen, Geflüchtete am allgemeinen Sportleben in Halle teilhaben lassen.

 

Im Rahmen dieser Maßnahme sollten folgende Vorschläge Beachtung finden:

  1. Die Erweiterung der bestehenden Angebote sollte niederschwellig konzipiert werden. Im Zuge dessen werden die Begleitung von Geflüchteten zu Vereinen oder Angebote in den Unterkünften berücksichtigt.
  2. Insbesondere werden spezielle Angebote für Mädchen und Frauen berücksichtigt.
  3. Die Verwaltung macht in geeigneter Weise auf die Sportangebote der Vereine aufmerksam – u.a. auf der städtischen Website, im Amtsblatt sowie durch die Kooperation mit den Betreibern der Sozialbetreuung in den Unterkünften für Geflüchtete und Asylsuchende.
  4. Die angebotenen sportlichen Betätigungen sind für Geflüchtete kostenfrei.
  5. Der Sportausschuss und Sozial-, Gesundheits- und Gleichstellungsausschuss regelmäßig über das spezifische Sportangebot für Geflüchtete informiert.

 

Die Stadt Halle (Saale) und der Stadtsportbund würden mit der Umsetzung der Anregung das städtische Engagement in der Flüchtlingshilfe verstärken und auf die vielen bestehenden Sportangebote der Vereine für AsylbewerberInnen aufmerksam machen.

 

gez. Tom Wolter
Fraktionsvorsitzender

 


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