Bürgerforum zu Erziehermangel

In der öffentlichen Fraktionssitzung der Fraktion MitBÜRGER für Halle – NEUES FORUM am 19. Juni 2017 wurde gemeinsam mit Eltern, ErzieherInnen, der Beigeordneten für Bildung und Soziales und dem Leiter des Eigenbetriebs Kindertagestätten über das große Problem des ErzieherInnenmangels in der Stadt Halle (Saale) diskutiert. Die Kernbotschaft, die von den Teilnehmern ausging: die Bedingungen zur Lösung von Problemen auf diesem Gebiet liegen nicht vorrangig in der Hand der Kommune. Es müssen Voraussetzungen seitens des Landes geschaffen werden, z.B. im Rahmen der Novellierung des Kinderförderungsgesetzes (KiFöG).
Diese Forderung haben wir aufgenommen. Unsere Fraktion hat im Anschluss an die Diskussion im Jugendhilfeausschuss angeregt, dass die Stadtverwaltung im September 2017 ein bürgeroffenes Forum zur Diskussion von aktuellen Problemen bei der Betreuung in Kindestageseinrichtungen der Stadt organisiert, zu dem neben der Öffentlichkeit die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses, Landtagsabgeordnete sowie die Sozialministerin oder der Bildungsminister des Landes eingeladen werden.

Am 12. September fand eine nicht-öffentliche Gesprächsrunde von geladenen Gästen mit Sozialministerin Petra Grimm-Benne zum Thema Bedarf und Rahmenbedingungen für die Ausbildung von ErzieherInnen statt. Wir freuen uns sehr, dass die Stadtverwaltung ein erstes Treffen und einen Kommunikationskanal zwischen Vertretern der Verwaltung, des Stadtrates und der Landesebene ermöglichen konnte.

Dennoch legen wir als Fraktion MitBÜRGER für Halle – NEUES FORUM weiterhin großen Wert darauf, dass auch die Expertise der ErzieherInnen in der Stadt Halle (Saale) in diesem Prozess eingebunden wird. Niemand hat bessere Erfahrungswerte mit dem bestehenden Bedarf und kann somit wertvolle Hilfestellung in der Problemlösung geben, wie die betroffene Gruppe selbst. Deshalb erscheint eine Diskussion von ErzieherInnen mit Vertretern der Landesebene sinnvoll, zumal das Problembewusstsein im Land zu diesen Fragen nicht in allen Ministerien besonders ausgeprägt zu sein scheint. Wir bitten daher weiterhin die Stadtverwaltung, neben nicht-öffentlichen Gesprächen – die wie bereits erwähnt ebenfalls ihre Berechtigung haben – ein bürgeroffenes Forum zur Diskussion der aktuellen Probleme bei der Betreuung in Kindestageseinrichtungen der Stadt Halle (Saale) zu initiieren und Vertreter der Landesebene als Teilnehmer einzuladen.


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