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„Nicht ohne uns über uns entscheiden“ – Ein Jugendparlament für Halle (Saale)

Im Sinne einer zukunftsfähigen und lebendigen Gesellschaft ist das Wohl von Kindern und Jugendlichen maßgebend. Das Wohl von Kindern und Jugendlichen entscheidet sich dabei letztendlich in der Kommune. Hier leben sie, hier wollen und sollen sie mitgestalten sowie mitwirken. Als oftmals noch nicht Wahlberechtigte fehlt Ihnen jedoch die Möglichkeit, über die formale Stimmenabgabe zu Wahlen ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen. Umso wichtiger ist das Einbeziehen in alternative Formen von Beteiligung. Sie wissen selbst am besten, was aus ihrer Sicht wichtig und richtig ist. „Nicht ohne uns über uns entscheiden“ könnte dementsprechend der Leitgedanke sein – und das aus einer Vielzahl von Gründen.

Zwar kostet die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den sie berührenden Prozessen natürlich auch viel Zeit, jedoch überwiegen die Vorteile deutlich, da junge Menschen in mehrerlei Hinsicht gestärkt werden und Erfahrungen sammeln. Das ist für ihre eigene Entwicklung förderlich aber ebenso aus gesellschaftlicher Sicht wichtig. Sie üben sich bei solchen Gelegenheiten im Diskutieren, dem Artikulieren von Standpunkten und lernen in einem praktischen Feld Kompromisse zu schließen, andere Meinungen zu akzeptieren und gemeinsame Lösungen zu finden. Dass man etwas erreichen und verändern kann, wenn man sich gemeinsam zusammensetzt und organisiert, wird auf solchen Wegen ebenfalls erfahrbar. Dabei gilt es auch, Kreativität und Innovationsdenken zu entwickeln, um die bewährten Pfade an mancher Stelle zu verlassen, an denen sie nicht mehr die Bedürfnisse der jungen Generationen widerspiegeln.

Grundlegend befindet sich die Stadt Halle (Saale) seit über 10 Jahren auf einem sehr guten Weg und kann sich mit verschiedenen Elementen sehen lassen. Darunter seien zu nehmen der Kinder- und Jugendrat mit zahlreichen Projekten und Beteiligungsmöglichkeiten, die Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung, der Kinder- und Jugendbeauftragte, die Grundsätze einer familienfreundlichen Stadtentwicklung, die Familienverträglichkeitsprüfung als Weiterentwicklung der Kinderfreundlichkeitsprüfung, das lokale Netzwerk Kinderschutz Halle, das Kinder- und Jugendtelefon, die Kinderstadt und vieles mehr. Die Fraktion MitBÜRGER für Halle – NEUES FORUM setzt sich, aufbauend auf und ergänzend zu diesen Errungenschaften, für die Einführung eines Jugendparlamentes ein. Wir möchten damit ein Gremium schaffen, dass als Sprachrohr der Jugendlichen unserer Stadt Anträge und Beschlüsse diskutiert, politisch gestaltet und diese Impulse in den Stadtrat der Stadt Halle (Saale) einbringt. Damit wäre eine neue Qualität im Umgang mit den Ideen und dem Gestaltungswille junger Menschen erreicht und ein konstruktiver Umgang auf höchster kommunalpolitischer Ebene vereinfacht.

 

 

Bildnachweis: „02_Tscherepovez_Weekofchanges_Woche_02_Bild_084“ von Sven Linnert / Lizenz: CC BY 2.0


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