Antrag der Fraktion MitBÜRGER für Halle – NEUES FORUM zur Visualisierung von Bauprojekten

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, im Jahr 2019 ein Bauvorhaben, welches von großem öffentlichem Interesse ist, modellhaft in Form einer interaktiven 3D-Visualisierung in Echtzeitumgebung mit freier Navigation zu begleiten. Dies soll in einer frühen Verfahrensphase, im Rahmen einer Bürgerbeteiligung geschehen. Insbesondere der Einsatz von VR-Technologie (Virtual Reality) ist zu prüfen.

 

gez. Tom Wolter
Fraktionsvorsitzender

 

 

Begründung:

Der Einsatz von Visualisierungen ist ein bewährtes Instrument im Rahmen von Bürgerbeteiligungsverfahren. Visualisierungen haben das Potenzial die Lesbarkeit und Verständlichkeit von Bauvorhaben zu unterstützen, sie können Interesse wecken, Akzeptanz schaffen sowie die Auswirkungen des Vorhabens auf die Umgebung greifbarer machen (beispielsweise hinsichtlich Sichtachsen, Verkehrsströmen oder Umweltauswirkungen).

Erkenntnisse aus der Kognitionspsychologie legen dar, dass visuelle Darstellungen besser entschlüsselt und erinnert werden können. Das gilt insbesondere dann, wenn Menschen nicht intensiv in ein Thema eingearbeitet sind – was auf die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger bei Bauprojekten zutreffen wird.

In den letzten Jahren hat sich auf dem Gebiet der Visualisierungstechnologien viel getan. So ist es heute möglich ein virtuelles 3D-Modell von einem Bauprojekt zu erstellen, welches  – wie in einem Computerspiel – erkundet werden kann. Alle VR-Systeme verfügen über eine freie Navigation in Echtzeit und einen echten 3D-Effekt. Darüber hinaus ist in der virtuellen Umgebung ein Variantenvergleich – durch Aus- und Einblenden von Objekten – umsetzbar.

Empirische Untersuchungen zeigen, dass interaktive Visualisierungen altersübergreifend auf große Akzeptanz stoßen. Teilnehmer an Modellprojekten im Bereich Visualisierung von Bauprojekten gaben Echtzeitumgebungsvisualisierungen klar den Vorzug gegenüber klassischen Architekturmodellen oder technischen Renderings. Am positivsten bewertet wurden dabei Methoden, die eine freie Navigation sowie eine egozentrische Perspektive ermöglichten.

 


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